Viacom weiß, welche Videos du auf YouTube schaust (Update)
Eigentlich hatte ich ja nicht vor, dem Thema Datenschutz hier dermaßen viel Platz einzuräumen. Ich will nicht nur rumlamentieren. Schließlich gibt es andere, interessantere Aspekte der vernetzten Informationsgesellschaft. Aber selbst wenn ich dem Drang widerstehe, mich über das BKA-Gesetz in Deutschland auszulassen, Entwicklungen mit orwellschen Zügen in Schweden nicht bespreche, Lidl, Telekom und gigantische Daten-GAUs bei dilettantischen Behörden in Großbritannien und Deutschland links liegen lasse, komme ich nicht an diesem Thema vorbei:
Das, was wir da erleben, ist nämlich leider keine zufällige Anhäufung dummer Einzelfälle. Denn es gibt einen gemeinsamen Nenner: All diese Verletzungen der informationellen Selbstbestimmung wurden erst dadurch möglich, dass es vernetzte, zentralisierte Datenbestände gibt, die es vorher in dieser Form nicht gab. Die Bedeutung des Datenschutzes hat nicht einfach nur quantitativ zugenommen. Vor 20 Jahren, da konnte man seine Anhänger vielleicht noch belächeln und als nervige Querulanten abtun. Den ganzen Beitrag lesen »
EU plant Totalüberwachung des Internetverkehrs (Update)
Schon seit über einem Jahr nun wird im EU-Parlament - weitgehend ausserhalb der öffentlichen Wahrnehmung - ein von der EU-Komission eingebrachtes* Telekommunikations-Gesetzespaket diskutiert. Dessen politische Sprengkraft hat nun das renommierte Blog netzpolitik.org und die Bürgerrechtsorganisationen La Quadrature du Net aus Frankreich und Open Rights Group aus Großbritannien veranlasst, eine gemeinsame Presseerklärung herauszugeben, in der die geplanten Gesetzesänderungen scharf kritisiert werden.
In einem nicht ungeschickten Schachzug haben Lobbyisten der internationalen Medienkonzerne kurz vor der entscheidenden Abstimmung am nächsten Montag und mit Hilfe einer Handvoll freundlich gesinnter, konservativer Abgeordneter einige kleine, verklausulierte, aber recht entscheidende Änderungsanträge eingebracht. Wer sich diese Anträge genauer anschaut, wird schnell erkennen, weshalb die Antragsteller einer breiteren öffentlichen Debatte über ihre Änderungswünsche lieber keinen Raum einräumen wollten: Den ganzen Beitrag lesen »
Angst killt Freiheit
Seit 2001 starben in Europa…
…247 Personen durch terroristische Anschläge,
…256 durch Stürme,
…9000 durch die Hitzewelle 2003
…50 000 durch falsche Medikamente.Mehr als 2000 Menschen haben seit 2001 eine Million gewonnen.
Über 80 Millionen Menschen allein in Deutschland müssen nicht erst seit dem 11. September 2001 die fortschreitende, massive Beschneidung ihrer Bürgerrechte in Kauf nehmen. Das Gleichgewicht zwischen Freiheit und Sicherheit beginnt langsam zu kippen, und es bedarf nicht wirklich dieser zugegebenermaßen ziemlich plakativen Zahlenspielerei, um es zu bemerken.
Die 3sat-Wissenschaftsendung „nano“ hat gestern einen interessanten Beitrag gebracht, in dem diese Unverhältnismäßigkeit zwischen Angst und Bedrohung und die Absurdität und Kontraproduktivität mancher Reaktion in Gesellschaft und Politik ziemlich anschaulich thematisiert wird.
Dieser Link verweist direkt auf ein Quicktime-Video der Sendung.


