Von eBooks und analogen Metaphern


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Was sind Bücher in einer digitalen Welt?

fragt Leander Wattig beim Upload-Magazin. Meine kurze, ketzerische Antwort: Eine überflüssige Kategorie.

Es erscheint mir wenig sinnvoll, einen Begriff, der inhaltliche und formale Aspekte mit Bedingtheiten klassischer Medien und Distributionssysteme verknüpft, in der digitalen Welt überhaupt weiterzuführen. Die ursprüngliche Definition dessen, was »Buch« bezeichnet, ist untrennbar verbunden mit kategorischen Abgrenzungen, die in der neuen Medienwelt ihre Bedeutung verloren haben.

Ein universelles Medium stellt die Inhalte in den Vordergrund

Die zunehmende Medienkonvergenz führt dazu, dass in Zukunft alle möglichen Medien- und Wiedergabeformen beliebig miteinander kombiniert werden können. Trägermedien und Übertragungswege werden künftig nur noch Komponenten einer universellen technischen Infrastruktur sein. Aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht rückt daher der Inhalt und seine Vernetzung umso mehr in den Vordergrund, die Medienform* und die Periodizität richten sich nicht mehr nach dem technischen Medium, sondern nach diesem Inhalt.

Es sind also nicht nur einfach die Begriffe und Bezeichnungen, die sich ändern, sondern die Kategorien. Kernfunktionen, mediale Vermittlungsleistungen können von der analogen in die digitale Medienwelt übertragen werden, Funktionsweisen und Wirkungsbereiche jedoch nur punktuell und sehr begrenzt. Das gilt für ökonomische, kulturelle und journalistische Aspekte des Medienbetriebs gleichermaßen. Den ganzen Beitrag lesen »

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50.000 sind eine Aussage

Die am Montag gestartete Petition gegen Internetsperrlisten hat ein Etappenziel erreicht. Seit Herbst letzten Jahres läuft die (leider katastrophal umgesetzte) digitale Petitionsplattform des Bundestages, doch keine der bisher eingereichten Petitionen hat schneller die Marke von 50.000 Mitzeichnern erreicht, die für eine öffentliche Anhörung der Initiatorin Franziska Heine im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages erforderlich ist. Viel wichtiger als diese Anhörung, deren direkter Einfluss auf die Meinungsbildung der Parlamentarier gemeinhin eher skeptisch gesehen wird, ist jedoch die mediale Wirkung. Eine Meldung in der Tagesschau und zunehmend fundierte und differenzierte Berichte sind der Lohn der Mühen.

Auch Thomas Knüwer hat sich im Handelsblatt-Blog Indiskretion Ehrensache Gedanken gemacht über die Wirkung der Petition. Er glaubt sogar, dass mancher Politiker das Internet als politisches Medium auch in Hinblick auf die kommende Bundestagswahl durch den Erfolg der ePetition nun ernster nehmen wird. Den ganzen Beitrag lesen »

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Das nächste große Ding

Martin Weigert fragt sich bei netzwertig.com, wer Google ablösen und »das nächste große Ding im Internet wird«. Hier meine prophetische Antwort.

Facebook hat schon den evolutionären Schritt in die richtige Richtung gemacht - als es sich vom geschlossenen Dienst zur Plattform umdefiniert hat. Und eben dieser Schritt führt auch zum Kern der Thematik: Das Internet wird noch vielen Unternehmungen den Weg zum Erfolg ebnen. Aus der Masse hervorstechen, eine vergleichbar relevante Rolle wie Google übernehmen - eben das nächste große Ding geben - werden aber nur jene wenigen Anbieter, die es schaffen, nicht nur einen weiteren informationellen Knotenpunkt im Netz zu stellen, sondern sich selbst zu einem unverzichtbaren Bestandteil seiner Infrastruktur zu machen.

Und das setzt - siehe Google - nicht einfach nur einen einzigartigen Algorithmus voraus. Das kann vielleicht die Initialzündung sein. Ob sich hieraus dann aber in einem allmählichen Prozess, durch ein beeindruckend schnelles, aber nichtsdestotrotz organisches Wachstum ein Subjekt entwickelt, dass mit unerhört gigantischen Wissens-, Kapital- und Rechenkapazitäten ausgestattet nicht nur entscheidende Ordnungsfunktionen für das Netz übernimmt (bei Google namentlich die Regulierung und Lenkung der Aufmerksamkeitsströme, also des einzigen nicht im Überfluss, sondern in Bezug auf den einzelnen Nutzer äusserst knapp vorhandenen Guts im Internet), sondern an einen Punkt angelangt, an dem es auch noch gleich einem Perpetuum Mobile aus den eigenen, bereits vorhandenen Ressourcen heraus immer neue Werte zu schaffen vermag - das ist eine andere Frage! Den ganzen Beitrag lesen »

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Bewusstseinserweiternde Software

Das ist ja wohl dermaßen genial…

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