Freudsche Fehlleistung der unheimlichen Art

 

 

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Freiheit statt Angst - 11.10.2008 - Berlin

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Tauschbörsen: Der erste Schritt zum Intensivtäter

Bei der morgendlichen Lektüre von sueddeutsche.de habe ich noch über den aktuellen Anlass dieses Artikels gegrübelt, dessen inhaltlicher Allgemeinplatz „Musikdownloads aus dem Internet können mitunter illegal sein“ vor 10 Jahren durchaus noch Neuigkeitswert besaß. Aber es kann ja auch nicht schaden, das ein weiteres mal zu erwähnen, und auch der Hinweis auf die Existenz freier Musikportale wie Jamendo ist begrüßenswert. 

Dann lenkte netzpolitik.org meine Aufmerksamkeit auf eine bemerkenswerte Werbeaktion der Software-Schmiede Tobit für eine Software zum Radiomitschnitt. Ein Meisterstück verdeckter PR, bei der man einen Produkt-Manager aus eigenem Hause als vertretungsberechtigten Vorstand eines vorgeblich gemeinnützigen Vereines namens TauschNix platziert, sich die Unterstützung von Ministern und Behörden sichert und in Schulen und Medien (redaktioneller Teil) die Nutzung des eigenen Produkts als letzte Abzweigung vor dem Weg in eine Verbrecherkarriere preist. Denn, so zitiert derWesten aus den leicht paradoxen Aussagen des Vereins-Vorstands Stefan Hilbring:

„Wir wollen, dass die Kriminalisierung von Jugendlichen aufhört”, erklärt er entschieden. Wer bereits in so jungen Jahren wegen heruntergeladener Songs kriminalisiert wird, dessen Hemmschwelle sinkt, und er begeht noch weitere Straftaten, befürchtet er.

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Neues Last.fm-Design: Uninspiriert

Vor kurzem noch habe ich über die Aufbruchstimmung bei der sozialen Musikplattform Last.fm geschrieben. Inzwischen ist der angesprochene Relaunch des Dienstes nach mehrmonatiger Testphase überraschend früh da unangekündigt erfolgt.

Die Neuerungen umfassen nicht nur eine neu gestaltete Benutzeroberfläche, sondern vor allem auch einen erweiterten Funktionsumfang und grundlegende Verbesserungen im Backend. So ermöglichen beispielsweise die neuen Web Services neben dem Lese- auch einen umfassenden Schreibzugriff durch Drittentwickler, und das Hörverhalten der Nutzer schlägt sich nun unmittelbar und ohne Verzögerung in den Statistiken und automatischen Empfehlungen nieder.

Im Großen und Ganzen also ein gelungener Relaunch, möchte man meinen. Auch das klare, aufgeräumte Layout der neuen Oberfläche geht grundsätzlich in die richtige Richtung. Allerdings hätte ich vom neuen Design etwas mehr erwartet. Dass die während der Beta-Phase mehrfach veränderte Gestaltung in der jetzigen Form als endgültige Fassung übernommen wurde, hat mich dann doch etwas überrascht. Zu lieblos und unausgegoren wirkt die neue Oberfläche, gerade für ein emotional aufgeladenes Thema wie Musik, dass eigentlich einen großen Spielraum für gestalterische Kreativität hergibt.

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