Neues Last.fm-Design: Uninspiriert

Vor kurzem noch habe ich über die Aufbruchstimmung bei der sozialen Musikplattform Last.fm geschrieben. Inzwischen ist der angesprochene Relaunch des Dienstes nach mehrmonatiger Testphase überraschend früh da unangekündigt erfolgt.

Die Neuerungen umfassen nicht nur eine neu gestaltete Benutzeroberfläche, sondern vor allem auch einen erweiterten Funktionsumfang und grundlegende Verbesserungen im Backend. So ermöglichen beispielsweise die neuen Web Services neben dem Lese- auch einen umfassenden Schreibzugriff durch Drittentwickler, und das Hörverhalten der Nutzer schlägt sich nun unmittelbar und ohne Verzögerung in den Statistiken und automatischen Empfehlungen nieder.

Im Großen und Ganzen also ein gelungener Relaunch, möchte man meinen. Auch das klare, aufgeräumte Layout der neuen Oberfläche geht grundsätzlich in die richtige Richtung. Allerdings hätte ich vom neuen Design etwas mehr erwartet. Dass die während der Beta-Phase mehrfach veränderte Gestaltung in der jetzigen Form als endgültige Fassung übernommen wurde, hat mich dann doch etwas überrascht. Zu lieblos und unausgegoren wirkt die neue Oberfläche, gerade für ein emotional aufgeladenes Thema wie Musik, dass eigentlich einen großen Spielraum für gestalterische Kreativität hergibt.

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