Us Now: Partizipative Regierungsformen im digitalen Zeitalter

In a world in which information is like air, what happens to power? (usnowfilm.com)

Neulich erst habe ich ja die weit verbreitete Ignoranz in Bezug auf das Potential des Netzes zur Stärkung einer pluralistischen, demokratischen und partizipierenden Gesellschaft beklagt. Statt dessen gibt es immer offensivere Bestrebungen, den Netzzugang als Sanktionsmittel zu missbrauchen und eine umfangreiche Überwachungs- und Filterinfrastruktur aufzubauen. Massive Grundrechtseingriffe ohne jede Verhältnismäßigkeit oder gleich vollkommen verdachtsunabhängig.

Welche Perspektiven sich auftun, wenn man diesem jungen, globalen und originär freiheitlichen Informationsmedium nicht schon frühzeitig den Hahn abdreht, zeigt der in Zusammenarbeit mit der britischen Royal Society of Arts entstandene Film Us Now. „Neue Technologien und eine eng mit diesen verbundene Kultur der Zusammenarbeit stellen radikal neue Modelle sozialer Organisation dar.“, schreiben die Macher auf der offiziellen Filmwebsite. Die Dokumentation stellt Projekte vor, die schon heute erfolgreich mit solchen Prinzipien arbeiten, lässt Vordenker wie Clay Shriky („Here Comes Everybody“) und Don Tapscott („Wikinomics“), Macher und Politiker zu Wort kommen und lotet gemeinsam mit ihnen aus, welche neuen Chancen sich für das Regieren im digitalen Zeitalter bieten. Voilà:

(via Nerdcore)

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50.000 sind eine Aussage

Die am Montag gestartete Petition gegen Internetsperrlisten hat ein Etappenziel erreicht. Seit Herbst letzten Jahres läuft die (leider katastrophal umgesetzte) digitale Petitionsplattform des Bundestages, doch keine der bisher eingereichten Petitionen hat schneller die Marke von 50.000 Mitzeichnern erreicht, die für eine öffentliche Anhörung der Initiatorin Franziska Heine im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages erforderlich ist. Viel wichtiger als diese Anhörung, deren direkter Einfluss auf die Meinungsbildung der Parlamentarier gemeinhin eher skeptisch gesehen wird, ist jedoch die mediale Wirkung. Eine Meldung in der Tagesschau und zunehmend fundierte und differenzierte Berichte sind der Lohn der Mühen.

Auch Thomas Knüwer hat sich im Handelsblatt-Blog Indiskretion Ehrensache Gedanken gemacht über die Wirkung der Petition. Er glaubt sogar, dass mancher Politiker das Internet als politisches Medium auch in Hinblick auf die kommende Bundestagswahl durch den Erfolg der ePetition nun ernster nehmen wird. Den ganzen Beitrag lesen »

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Social Networking: Haben Twitter und Faceboook ihren Höhepunkt überschritten?

@Martin Weigert: Im Internet ist nix zementiert. Wie der Lock-In-Effekt durch andere Anbieter aufgelöst werden kann? Durch offene Standards. :)

Mag sein, dass meine Einschätzung vor allem von meinen Wunschvorstellungen geleitet ist, aber ich bin ziemlich fest davon überzeugt, dass es trotz allem Sträubens der Diensteanbieter letzten Endes auf eine offene Infrastruktur und ein vielfältiges Angebot von kleineren und größeren spezialisierten Plattformen hinauslaufen wird. Die Struktur des Netzes begünstigt solche Entwicklungen langfristig einfach. Den ganzen Beitrag lesen »

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Das nächste große Ding

Martin Weigert fragt sich bei netzwertig.com, wer Google ablösen und »das nächste große Ding im Internet wird«. Hier meine prophetische Antwort.

Facebook hat schon den evolutionären Schritt in die richtige Richtung gemacht - als es sich vom geschlossenen Dienst zur Plattform umdefiniert hat. Und eben dieser Schritt führt auch zum Kern der Thematik: Das Internet wird noch vielen Unternehmungen den Weg zum Erfolg ebnen. Aus der Masse hervorstechen, eine vergleichbar relevante Rolle wie Google übernehmen - eben das nächste große Ding geben - werden aber nur jene wenigen Anbieter, die es schaffen, nicht nur einen weiteren informationellen Knotenpunkt im Netz zu stellen, sondern sich selbst zu einem unverzichtbaren Bestandteil seiner Infrastruktur zu machen.

Und das setzt - siehe Google - nicht einfach nur einen einzigartigen Algorithmus voraus. Das kann vielleicht die Initialzündung sein. Ob sich hieraus dann aber in einem allmählichen Prozess, durch ein beeindruckend schnelles, aber nichtsdestotrotz organisches Wachstum ein Subjekt entwickelt, dass mit unerhört gigantischen Wissens-, Kapital- und Rechenkapazitäten ausgestattet nicht nur entscheidende Ordnungsfunktionen für das Netz übernimmt (bei Google namentlich die Regulierung und Lenkung der Aufmerksamkeitsströme, also des einzigen nicht im Überfluss, sondern in Bezug auf den einzelnen Nutzer äusserst knapp vorhandenen Guts im Internet), sondern an einen Punkt angelangt, an dem es auch noch gleich einem Perpetuum Mobile aus den eigenen, bereits vorhandenen Ressourcen heraus immer neue Werte zu schaffen vermag - das ist eine andere Frage! Den ganzen Beitrag lesen »

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